
Manchmal fällt das Annehmen schwerer als das Geben
Ein Kompliment, ein Geschenk, ein lieber Gruß — oft sind wir es gewohnt zu geben. Doch wenn es darum geht, selbst zu empfangen, spüren viele von uns eine leise Unruhe. Dabei ist Annehmen ebenso wichtig wie Geben. Es öffnet unser Herz und lässt die Energie von Liebe, Fürsorge und Fülle durch unser Leben fließen.
Annehmen bedeutet, Kontrolle loszulassen
Häufig entsteht Unbehagen, wenn wir uns in Momenten des Empfangens befinden. Vielleicht taucht der Gedanke auf: „Habe ich das verdient?“ Oder: „Jetzt muss ich mich revanchieren.“ Hinter diesen Gefühlen steckt oft der Wunsch, die Kontrolle zu behalten und unangenehme Abhängigkeiten zu vermeiden.
Doch wahres Empfangen bedeutet, sich dem Leben hinzugeben, ohne ständig eine Gegenleistung abzuwägen. Es bedeutet, dem Gegenüber zu erlauben, zu schenken – und selbst in Freude und Dankbarkeit anzunehmen.
Geben und Nehmen aus der gleichen Quelle
Wie ein kraftvoller Lebensbaum wachsen Geben und Nehmen aus denselben Wurzeln. Beides ist Ausdruck von Energiefluss. Blockieren wir das Annehmen, stören wir diesen natürlichen Kreislauf. Indem wir uns erlauben, auch zu empfangen, stärken wir nicht nur unsere Beziehungen, sondern auch unser eigenes inneres Gleichgewicht.
Die Angst, nicht genug wert zu sein
Oft wurzeln die Schwierigkeiten beim Annehmen tief in unserer Biografie: alte Glaubenssätze, kindliche Erfahrungen, Gefühle von Unwürdigkeit. Vielleicht haben wir gelernt, uns Liebe und Anerkennung erst „verdienen“ zu müssen. Doch wahre Zuwendung braucht kein Gegengewicht. Wir dürfen Liebe, Aufmerksamkeit und Geschenke einfach annehmen, ohne uns rechtfertigen zu müssen.
Kleine Übung für mehr Leichtigkeit
Schließe für einen Moment deine Augen, lege die Hände in den Schoß, Handflächen nach oben. Spüre den Boden unter deinen Füßen, die Verbindung zur Erde. Stelle dir vor, wie Licht durch deinen Körper fließt – von deiner Krone bis in die Wurzeln. Öffne dein Herz für das, was dir das Leben schenken möchte. Bedanke dich innerlich für all das Gute, das bereits da ist – und für alles, was noch kommt.
„Wenn wir lernen zu empfangen, setzen wir den Kreislauf des Gebens und Nehmens frei.“
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